USE CASE · US E-COMMERCE
Terms & Conditions für US-Online-Shops
Deutsche AGB lassen sich für Verkäufe an US-Kunden nicht einfach übersetzen. US Terms of Sale müssen zum tatsächlichen Checkout, zum Geschäftsmodell und zum anwendbaren Vertrags- und Verbraucherrecht passen.
Wir gestalten und prüfen Terms & Conditions für Online-Shops mit US-Geschäft. Dabei betrachten wir nicht nur den Vertragstext, sondern auch, wie die Bedingungen im Shop angezeigt und in den Bestellprozess einbezogen werden.
Der Fall auf einen Blick
Ausgangslage
Ein Online-Shop benötigt US Terms of Sale oder bestehende europäische Bedingungen sollen für US-Verkäufe überprüft werden.
Ziel
Inhalt der Verkaufsbedingungen und technische Einbeziehung im Checkout auf das konkrete US-Geschäft abstimmen.
Begleitung
Deutschsprachige Ansprechpartner strukturieren die Terms und koordinieren State-Law- oder Spezialfragen mit dem US-Team.
Ihre Situation
Begriffe wie Warranty, Disclaimer, Limitation of Liability, Governing Law oder Arbitration haben im US-Recht eine eigenständige Bedeutung. Gleichzeitig ist Vertrags- und Kaufrecht weitgehend State Law. Eine pauschale Übersetzung europäischer AGB bildet diese Struktur nicht ab.
Für Online-Shops kommt hinzu, dass die Durchsetzbarkeit einzelner Regelungen davon abhängen kann, wie Kunden auf die Terms hingewiesen werden und durch welche Handlung sie ihnen zustimmen. Text und Checkout sollten deshalb zusammen entwickelt werden.
Unsere Unterstützung
Wir gestalten Terms of Sale auf Grundlage der tatsächlichen Customer Journey und des Vertriebsmodells. Bestehende deutsche oder europäische Bedingungen können als Ausgangspunkt dienen, werden aber nicht ungeprüft übernommen.
Je nach Produkt und Kundenkreis berücksichtigen wir insbesondere Vertragsschluss, Zahlung, Versand, Returns, Warranties, Haftungsregelungen und Dispute Resolution. Für Subscriptions oder andere besondere Geschäftsmodelle werden zusätzliche Anforderungen gesondert einbezogen.
US Terms & Conditions prüfen oder erstellen
Senden Sie uns bestehende Terms, Shop-Link und eine kurze Beschreibung von Produkt, Fulfillment und Zielkunden. Wir klären, welche Anpassungen für den US-Verkauf erforderlich sind.
US Terms of Sale für den tatsächlichen Shop-Prozess gestalten
Die folgenden Bereiche bilden regelmäßig den Kern belastbarer US-Verkaufsbedingungen.
Vertragsschluss und Checkout
Terms wirksam in den Online-Bestellprozess einbeziehen.
Wir stimmen ab, wann eine Bestellung verbindlich wird, wie eine Order angenommen oder abgelehnt werden kann und wie Kunden den Terms zustimmen. Auch Bestellbestätigung und der Umgang mit offensichtlichen Fehlern können geregelt werden.
Entscheidend ist, dass Wortlaut und tatsächlicher Checkout-Prozess zueinander passen.
Shipping, Returns und Risk of Loss
Lieferung und Rückabwicklung klar dem Geschäftsmodell zuordnen.
Versandwege, Fulfillment und Return-Prozesse unterscheiden sich erheblich zwischen Direktversand aus Europa und US-Lagerstrukturen. Die Terms sollten die tatsächlichen Abläufe widerspiegeln.
Wir prüfen Lieferangaben, Returns, Refunds und – soweit relevant – die Verteilung des Versand- und Verlustrisikos.
Warranties und Haftung
US-Gewährleistungs- und Haftungsregeln nicht mit deutschen AGB verwechseln.
Bei Warenverkäufen können ausdrückliche und gesetzlich entstehende Warranties relevant sein. Für Consumer Products können zusätzlich bundesrechtliche Vorgaben wie der Magnuson-Moss Warranty Act eingreifen.
Wir prüfen Warranty-Aussagen, Disclaimer und Limitations of Liability anhand des Produkts, der Kundengruppe und des anwendbaren Rechts.
Governing Law und Streitbeilegung
Rechtswahl und Forum auf das US-Geschäft abstimmen.
Terms können Regeln zu anwendbarem Recht, Gerichtsstand oder Arbitration enthalten. Ihre Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit hängt jedoch von Geschäftsmodell, Kundenkreis, State Law und der konkreten Einbeziehung der Terms ab.
Wir gestalten die Regelungen deshalb nicht als Standardklausel, sondern im Zusammenhang mit den übrigen Verkaufsbedingungen und dem tatsächlichen Risiko.
Ihre Ansprechpartner
Dr. Raphael Tautz und Matthias Schuhmacher koordinieren die deutschsprachige Betreuung. State-Law-, Consumer- und Litigation-Fragen werden mit den jeweils zuständigen Mitgliedern des US-Teams abgestimmt.
Partner · STEM Practice Group
Ihr Ansprechpartner in München
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Häufige Fragen
Regelmäßig nein. Vertragsschluss, Warranties, Haftung, Rechtswahl und Streitbeilegung folgen anderen rechtlichen Strukturen und sollten für das US-Geschäft geprüft werden.
Es gibt keine einheitliche bundesrechtliche Vorschrift, die für jeden Online-Shop ein Dokument mit genau dieser Bezeichnung verlangt. Terms of Sale sind aber regelmäßig das zentrale Instrument, um das Vertragsverhältnis und wichtige Verkaufsbedingungen nachvollziehbar zu regeln.
Vertrags- und Kaufrecht ist weitgehend State Law. Die Bundesstaaten haben Article 2 des Uniform Commercial Code mit jeweiligen Abweichungen umgesetzt. Hinzu kommen bundesrechtliche und einzelstaatliche Verbraucherschutzvorschriften.
Eine Rechtswahl kann vereinbart werden, beseitigt aber nicht automatisch zwingende Regeln, die gegenüber US-Verbrauchern oder für bestimmte Sachverhalte gelten können. Die Zweckmäßigkeit muss für das konkrete Geschäftsmodell geprüft werden.
Ja, häufig. Automatische Verlängerungen und wiederkehrende Zahlungen können zusätzliche Disclosure-, Consent-, Reminder- und Cancellation-Anforderungen auslösen, die auch technisch im Subscription Flow umgesetzt werden müssen.
Weiterführende Informationen
US Online-Shop Legal Check
Customer Journey, Rechtstexte und weitere E-Commerce-Compliance gemeinsam prüfen.
Subscription & Auto-Renewal Compliance
Besondere Anforderungen für Abonnements, Free Trials und wiederkehrende Zahlungen.
US Business Law
Weitere US-Verträge und kommerzielle Rechtsfragen.
Primärquellen / Rechtsgrundlagen
Auswahl der für diesen Use Case besonders relevanten Primär- und Originalquellen:
- E-SIGN Act, 15 U.S.C. § 7001 – Bundesrecht zur rechtlichen Anerkennung elektronischer Verträge, Signaturen und Records.
- Magnuson-Moss Warranty Act, 15 U.S.C. §§ 2301 ff. – Bundesrecht zu bestimmten Consumer Product Warranties.
- Federal Trade Commission Act, 15 U.S.C. §§ 41–58 – Section 5 bildet eine zentrale bundesrechtliche Grundlage gegen unfair or deceptive acts or practices.
- Uniform Commercial Code, Article 2 – Sales – Originaltext des UCC-Modellrechts; maßgeblich ist jeweils die Umsetzung im anwendbaren Bundesstaat.