ITAR Compliance und Tech-Recht für den US-Markt

Technology, Defense & Innovation mit US-Anwälten in München

Software, Deep Tech und sicherheitsrelevante Technologien unterliegen im US-Geschäft einem eigenen Regelwerk: ITAR Compliance für Rüstungsgüter und Verteidigungstechnologie, EAR-Exportkontrolle für Dual-Use-Güter, Government Contracting bei Verträgen mit US-Behörden und CFIUS-Prüfungen bei sicherheitsrelevanten Investitionen. Jedes dieser Regelwerke verlangt eigene Compliance-Strukturen und eigene vertragliche Vorkehrungen.

Wir begleiten deutsche Technologie- und Verteidigungsunternehmen durch dieses Geflecht aus Exportkontrolle, Vergaberecht und Investitionsprüfung. Die Beratung erfolgt durch unsere US-Anwälte in München, mit Anwälten, die Technologie und US-Recht gleichermaßen verstehen.

Challenges

Wer Produkte oder Technologien mit US-Bezug entwickelt oder liefert, muss zunächst klären, ob ITAR oder EAR greifen. Eine falsche Einordnung kann Genehmigungspflichten übersehen lassen oder Exportgeschäfte nachträglich blockieren – mit empfindlichen Folgen für laufende Kooperationen.

US-Behörden und CFIUS folgen eigenen Regeln: Vergabevoraussetzungen und Investitionsprüfungen, die deutschen Unternehmen oft erst spät bekannt werden – dann, wenn eine Transaktion oder ein Vertrag bereits ins Stocken gerät.

Solutions

Wir ordnen Produkte und Technologien frühzeitig unter ITAR oder EAR ein und bauen die Compliance-Struktur auf, die für Ihre laufenden Exportgeschäfte trägt.

Bei Government Contracting und CFIUS-Prüfungen klären wir frühzeitig, welche Vergaberegeln und Meldepflichten greifen – bevor daraus ein Zeitrisiko für Ihren Vertrag oder Ihre Transaktion wird.

Sprechen wir über Ihre US-Compliance.

Ob ITAR Compliance, Government Contracting oder CFIUS-Prüfung: Im Erstgespräch klären wir, welches Regelwerk für Ihr Vorhaben greift und welche Schritte in welcher Reihenfolge anstehen. Sie sprechen dabei direkt mit unseren US-Anwälten in München – und wo es der Fall erfordert, ziehen wir unsere Kollegen in New York, Boston oder San Francisco hinzu.

Our Services

Vier Bausteine für Technologie- und Verteidigungsunternehmen im US-Geschäft – von SaaS-Verträgen über Deep-Tech-Investorenverträge bis zu ITAR Compliance, Government Contracting und CFIUS. Alle vier folgen demselben Prinzip: Strukturen und Verträge, die im US-Recht tragen und Ihr Technologiegeschäft absichern.

Software & SaaS-Verträge

Software-as-a-Service-Verträge folgen im US-Markt anderen Standards als in Deutschland: Lizenzmodelle unterscheiden sich in Nutzungsumfang und Preisstruktur, Service Level Agreements definieren Verfügbarkeit und Reaktionszeiten oft deutlich enger, und Haftungsklauseln begrenzen Ansprüche nach anderen Maßstäben als im deutschen AGB-Recht. Wer einen deutschen SaaS-Vertrag lediglich übersetzt, übernimmt damit oft Haftungsrisiken, die im US-Recht so nicht vorgesehen sind, oder verzichtet auf Haftungsbegrenzungen, die dort üblich wären.

Wir gestalten und prüfen SaaS-Verträge unmittelbar nach US-Standard – von der Lizenzstruktur über Service Level Agreements bis zu Haftungsbegrenzung und Gewährleistung. So entsteht eine Vertragsgrundlage, die im US-Geschäft Bestand hat und zugleich zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

Deep Tech & KI

Bei Deep-Tech- und KI-Geschäftsmodellen treffen IP-Schutz, Datenrecht und Investorenverträge aufeinander. Patente und Know-how müssen so gestaltet sein, dass sie im US-Markt tragen, während KI-Anwendungen zusätzlich datenrechtliche Fragen aufwerfen: welche Trainingsdaten verwendet wurden, welche Regeln für den Datenfluss zwischen EU und USA gelten und welche Anforderungen ein US-Investor an die Dokumentation dieser Fragen vor einer Finanzierungsrunde stellt. Wer diese Schnittstellen übersieht, gerät spätestens in der Due Diligence einer Investorenrunde in Erklärungsnot.

Wir begleiten Deep-Tech- und KI-Unternehmen dort, wo Technologie, IP-Recht und Datenrecht ineinandergreifen – von der Absicherung des geistigen Eigentums bis zu Investorenverträgen, die diesen Fragen standhalten.

Rüstungs- und Verteidigungsindustrie: ITAR/EAR-Exportkontrolle

Rüstungsgüter und Verteidigungstechnologie mit US-Bezug unterliegen entweder den International Traffic in Arms Regulations (ITAR) oder den Export Administration Regulations (EAR) – zwei unterschiedliche Exportkontrollregime mit eigenen Genehmigungsverfahren, Meldepflichten und Sanktionen bei Verstößen. Die Einordnung eines Produkts oder einer Technologie unter ITAR oder EAR entscheidet, welche Lieferungen, Kooperationen und Datentransfers genehmigungspflichtig sind und welche Compliance-Struktur ein Unternehmen dauerhaft vorhalten muss. Für deutsche Zulieferer und Kooperationspartner mit US-Bezug ist ITAR Compliance deshalb keine einmalige Prüfung, sondern eine laufende Aufgabe, die jede neue Lieferung, jede neue Kooperation und jeden neuen Mitarbeiterzugang betrifft.

Wir ordnen Produkte und Technologien unter ITAR oder EAR ein, bauen Compliance-Strukturen für laufende Exportgeschäfte auf und begleiten Genehmigungsverfahren sowie Meldepflichten. Unsere ITAR-Beratung richtet sich an deutsche Unternehmen, die mit US-Partnern kooperieren, in die USA liefern oder US-Technologie einsetzen – von der Erstprüfung bis zur laufenden Exportkontrolle.

Government Contracting & CFIUS

Verträge mit US-Behörden und dem US-Verteidigungsministerium folgen eigenen Vergabe- und Vertragsregeln, die sich von zivilen US-Verträgen und erst recht vom deutschen Vergaberecht unterscheiden: eigene Zertifizierungsanforderungen, eigene Berichtspflichten, eigene Regeln für die Unterauftragsvergabe. Investitionen aus Deutschland in sicherheitsrelevante US-Unternehmen können zusätzlich eine Prüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) auslösen – mit der Folge, dass eine Transaktion erst nach Freigabe abgeschlossen werden kann.

Wir bereiten deutsche Zulieferer und Partner auf die Anforderungen des US-Government-Contracting vor und ordnen frühzeitig ein, ob und wie CFIUS Ihr Vorhaben betrifft – bevor daraus ein Zeitrisiko für Vertrag oder Transaktion wird.

Frequently Asked Questions

ITAR Compliance bedeutet, dass Ihre Produkte, Technologien und Daten mit Rüstungsbezug korrekt unter die International Traffic in Arms Regulations eingeordnet und die entsprechenden Genehmigungs- und Meldepflichten eingehalten werden. Das betrifft nicht nur den Export selbst, sondern auch Kooperationen, Datenzugriffe und den Einsatz von Personal ohne US-Staatsangehörigkeit. Wir prüfen die Einordnung Ihrer Technologie und richten die dafür nötige Compliance-Struktur ein.

EAR gilt für Dual-Use-Güter, also Technologien mit ziviler und militärischer Nutzung, während ITAR speziell für Rüstungsgüter und Verteidigungstechnologie greift. Die beiden Regime unterscheiden sich in Genehmigungsverfahren, Meldepflichten und den Folgen bei Verstößen erheblich. Welches Regime greift, hängt von der konkreten Einordnung Ihres Produkts ab – wir klären das vor Aufnahme des Exportgeschäfts.

Eine CFIUS-Prüfung kann greifen, wenn eine ausländische Investition Einfluss auf ein US-Unternehmen mit sicherheitsrelevanter Technologie, kritischer Infrastruktur oder sensiblen Daten verschafft. Ob und in welchem Umfang das der Fall ist, hängt von der Struktur der Transaktion und der Art der beteiligten US-Gesellschaft ab. Wir ordnen das frühzeitig ein, damit CFIUS nicht zum Zeitrisiko für Ihre Transaktion wird.